Investorenkreis mit der Bethmann Bank: Unterstützung von Startups in den Bereichen Gesundheit und Bildung
15 September 2020 - Héloïse Le Masne


Seit Anfang 2019 hat Impact Hub Berlin mit der Bethmann Bank einen neuen Unlikely Ally, der als aktiver Teil des Impact Ökosystems zu dieser Mission beiträgt. In einer vierteiligen Blogreihe teilen wir unsere Erlebnisse, die wir in den letzten Monaten mit dieser Allianz gesammelt haben.

 

Erfolgreicher Auftakt von „Money Meets Mission“

 

Am 27. August fand der erste Investorenkreis statt – Auftakt für unsere neue gemeinsame Veranstaltungsreihe. Der Investorenkreis bringt Early-Stage Startups mit Impact Investor:innen zusammen und schafft Raum für neue Partnerschaften zwischen zwei „Unlikely Allies“ – den Kund:innen der über 300-jährigen Privatbank und Sozialunternehmer:innen in der Frühphase.

 

Die Veranstaltung eröffneten Nicolas von Loeper (Mitglied des Vorstands der Bethmann Bank AG), Steffen Kunkel (Leiter Investitionsstrategie der Bethmann Bank AG) und Martin Vogelsang (Koordinator der Bundesinitiative Impact Investing). Nach einführenden Worten über die Impact-Investing-Landschaft in Deutschland wurden die anwesenden Impact Investor:innen vorgestellt (mehr dazu lest ihr im nächsten Blogartikel).

 

 

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete der zweite Teil: 10 vielversprechende Startups aus den Bereichen EdTech und HealthTech stellten dem Investorenkreis in einem kurzen Pitch ihre größten Herausforderungen und Lösungen vor.

 

Im Anschluss hatten beide Seiten die Chance, sich näher kennenzulernen. Für die Start-ups war dies eine einzigartige Gelegenheit, mit potenziellen Investor:innen ein intensives Gespräch zu führen.

 

Wir haben ein paar der Startups nach ihren Erfahrungen der Veranstaltung gefragt. In ihren Antworten geben sie Einblicke in die Herausforderungen, vor denen Impact Startups in der Investitionsphase häufig stehen und berichten, wie sie diesen begegnen.

 

Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Wirkung

 

Anders als für „klassische“ Start-ups liegt für die Gründer:innen die größte Herausforderung im Fundraising darin, bei der Präsentation vor Investor:innen eine plausible Balance zwischen Wirkung und Wirtschaftlichkeit zu finden. Wie auch Anke Schöttler, die Gründerin von EiS-App, betont, sind Impact Startups eben nicht auf eine Profitmaximierung ausgerichtet. Im Vordergrund stehe die soziale oder ökologische Wirkung.

 

Trotz ihrer Wirkungsorientierung sollten Sozialunternehmen jedoch aufpassen, sich nicht zu einseitig auf ihren Impact zu versteifen, warnt FIMO-Gründer Alexander Krawinkel. Ansonsten laufe man Gefahr, als „Weltverbesserer“ oder „Idealist“ abgetan zu werden. Außerdem dürfe man nicht vergessen, dass am Ende auch für Impact Startups die Zahlen stimmen müssen.

 

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So gelingt der Investor:innen pitch

 

Am Ende hatten die Gründer:innen auch noch einige grundsätzliche Tipps für Sozialunternehmer:innen parat, die vor einem Investor:innenpitch stehen.

 

Eine gute Vorbereitung ist das A und O! Den Pitch vor Freund:innen zu üben und sich Feedback zu holen, hilft enorm. Nicht nur, um sicherzustellen, dass man Problem und Lösung klar kommuniziert, sondern auch dabei, die eigene Mission so zu erklären, dass Laien sie verstehen. Um vor Investor:innen zu bestehen, sollte man natürlich die eigenen Zahlen, die Skalierbarkeit und seinen Investitionsbedarf kennen. „Sprecht die Sprache des Finanzmarktes“, sagt Anke Schöttler.


Auf die Frage nach einer Botschaft an neue Impact Investor:innen lautet die klare Antwort: Man dürfe an Impact Start-ups nicht mit den gleichen Erwartungen herangehen wie an „traditionelle“ Startups; denn die starke Wirkungsorientierung bringe ganz andere Herausforderungen mit sich. Die reine Fixierung auf den ROI oder die Wahrnehmung des positiven Nutzens als „netten Nebeneffekt“ sind beim Impact Investing fehl am Platz. Wirkung lasse sich schließlich nicht (allein) in Geld messen.

 

Unlikely Allies für echte Veränderung

 

Dem Ziel unserer Partnerschaft mit der Bethmann Bank, Investor:innen an Impact Investing heranzuführen, sind wir mit dem Investorenkreis ein gutes Stück näher gekommen. Die rege Interaktion während der Veranstaltung und das positive Feedback der Teilnehmenden haben gezeigt, dass sich Investor:innen zunehmend für eine nachhaltige Geldanlage entscheiden. Je mehr Räume wir für die Begegnung dieser beiden Welten – wirkungsorientierte Start-ups und nachhaltigkeitsbewusste Geldgeber:innen – schaffen, desto mehr wird sich zeigen, dass durch ungewöhnliche Partnerschaften echte Veränderung entstehen kann.

 

Dieser Blogartikel ist Teil 2 einer vierteiligen Reihe über die Impact Partnerschaft zwischen Impact Hub Berlin und der Bethmann Bank AG. Den ersten Teil könnt ihr hier lesen. Im nächsten Teil (3) lest ihr ein Interview mit einem:r Impact Investor:in.

Du möchtest mit deinem Unternehmen ein Unlikely Ally werden und mit uns gemeinsam neue Wege gehen? Schicke Sophie eine Email und wir gestalten ein gemeinsames Programm. Du willst Teil der Impact Investors Community werden? Schreib Héloïse gerne eine Email.